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19. November 2008
The IMAX Digital Projection System

At this year's GSCA conference, representatives from Imax provided new information about the system in several sessions. In "Giant Screen Digital: Contradiction in Terms or the New Paradigm?" Imax's executive VP of theater development, Larry O'Reilly, explained that a number of factors had led the company to develop its digital projector: the high cost of 15/70 prints, the "dramatically increased competition from alternative sources of entertainment and education," and other 3D formats "blurring the lines."

Mr. Brian Bonnick, Imax's executive vice president of technology hosted a demonstration of the Digital System at the AMC Empire 25 multiplex on 42nd Street in Manhattan on the last day of this year's GSCA conference. Featuring two Christie CP2000XB projectors with custom lenses, a custom Doremi server, and a proprietary "IMAX image enhancer," the system uses a technique Bonnick called "superimposition" (a.k.a. superresolution). Information in a 4K digital file is split into two parts, each of which is sent to one of the projectors. The images from the projectors overlap with an offset of about half a pixel, so that the two different parts of the image are interleaved, somewhat like the alternating fields of an analog video frame, and provide up to twice the resolution of a single 2K projector. (This is not the same as a 4K image, since image size increases as the square of horizontal resolution: a 4K image has four times as much information as a 2K image.) Theoretically, super-resolution images with two 2K projectors could approach 2.9K; Bonnick reported that the resolution of the IMAX digital system is "somewhere above 2K, somewhere less than double that of 2K."

Bonnick also explained that when showing 3D, one projector provides the image for each eye, unlike conventional digital systems, which create two different views with one projector by switching rapidly between the left and right images.

More than 100 conferees attended the demonstration, where they saw 2D trailers and 3D footage. The lMAX screen in the AMC Digital Empire 25 is 28x58 feet(8.5x17.7 meters), a 2.08 aspect ratio.

Even those who were impressed with the picture quality questioned the company's claim of immersiveness from the relatively small screens in conventional auditoriums that are longer than they are wide. Most purpose-built lMAX GT 15/70 film based theaters are roughly square: the distance from the screen to the last row of seats equals the width of the screen. In most multiplex theaters, the depth of the theater is 1.5 times screen width or more.

But regular movie theaters have generally not been designed for immersiveness as much as for maximizing seat counts. Imax co-CEO Richard Gelfond told the Giant Screen Cinema Association in September that many factors besides screen size go into making the IMAX Experience:"It's the sound, it's the raking of the seats, it's the color, it's the content, it's the way the image is captured, it's the way they're projected, it's the sound system, it's the sum of all parts."

Gelfond said that Imax's president of film, Greg Foster, had labelled IMAX's mix of factors its "special sauce." With the IMAX digital system, the special sauce has diluted to plain ketchup.

aus: LFExaminer 10/2008

28. September 2008
IMAX-Geschäftsführer: IMAX ist keine "Riesenleinwand"
Richard Gelfond, Co-Geschäftsführer des Imax Corporation, hat bei einem Treffen mit IMAX-Theaterbetreibern und Filmemachern erklärt, "bei dem Filmformat IMAX geht es nicht um die Riesenleinwand." Vielmehr, fuhr er fort, "ist es das beste Erlebnis dieses Planeten, das alle Sinne gleichzeitig stimuliert." Anlässlich einer Rede bei der Giant Screen Cinema Association (GSCA) in New York City am 10. September sagte er weiter, die 76x98-Fuss-(23x30-Meter-)Leinwand des IMAX-Theaters im AMC Lincoln-Square, vor der er gerade stand, sei "einfach phänomenal… aber es geht nicht nur darum. Es ist der Sound, die Anordnung der Sitze, die Farbe, der Inhalt… Es ist die Art, wie die Bilder eingefangen werden, die Art, wie sie projiziert werden, es ist das Soundsystem, es ist die Summe aller dieser Teile."

Diese neue Position der 40 Jahre alten Firma IMAX, die über die letzten Jahre stets den Spruch "Think Big" benutzt hat, fällt zeitlich mit der Einführung ihres neuen digitalen Projektionssystems zusammen, das als Ergänzung für 35mm-Multiplex-Säle geplant ist. IMAX hat mit mehr als 170 digitalen Kinos Verträge unterzeichnet, von denen etwa 50 bereits bis zum Ende des Jahres installiert sein sollen. Die Leinwände in diesen digitalen Häusern werden zwischen 12 mal 18 Meter breit sein, was weniger als die Hälfte einer durchschnittlichen film-basierten IMAX Leinwand von 20 mal 26 Metern entspricht.

Bei den meisten der 100 IMAX-Filmtheaterbetreiber, die bei dem Treffen anwesend waren, stiess diese Aussage auf heftige Kritik. Toby Mensforth, Vorsitzender der GSCA und Leiter der drei IMAX-Theater der Smithsonian Institution in Washington, sagte zu Gelfond, IMAX habe die Bedenken vieler seiner IMAX-Theater-Kollegen in Museen und Technologiezentren "sehr grob unterschätzt." Er fragte Gelfond ob sich seine Firma denn vorstellen könnte, die neuen Leinwände mit einem anderen Label zu kennzeichnen, um sie von den größeren, film-basierten Veranstaltungsorten zu differenzieren. Gelfond meinte, er würde sich die Bedenken der Branche zwar anhören, aber "die Frage, eine andere Marke zu kreieren, komme nicht in Betracht." Die Position der Firma sei es, dass sämtliche IMAX-Theater, unabhängig ihres Formats oder ihrer Leinwandgröße, in der Lage sind "das IMAX-Erlebnis" zu bieten.

Er sagte ferner, die IMAX-Führung hätte bei internen Diskussionen entschieden, eine Kennzeichnung der neueren Theater als "digital", was mit "neuer" und "cooler" assoziiert wird, könnte eine Wahrnehmung der älteren Theater als nur "zweitklassige Bürger" erzeugen. Dazu erklärte Gelfond, "ihre Kunden werden wissen, dass Ihre Leinwand größer ist als die eines anderen, und wenn die Kunden entscheiden ob sie zu Ihrem oder einem anderen Theater gehen wollen, wird dies einer der Faktoren sein, die sie in Erwägung ziehen werden."

Außerdem unterschieden sich die meisten bisherigen IMAX Theater von normalen Kinosälen durch besonders steil aufsteigende Sitzreihen (mit unbehinderter Sicht auf die Bildwand auch für Kinder) und gigantische Leinwände, die z.B. im australischen IMAX Theater in Sidney bis zu 35 Meter breit sind. Einige IMAX Theater projizieren ihre schwindelerregenden Bilder in eine über den Zuschauern montierte Kuppel (wie sie hier im DISCOVERY IMAX THEATER am Potsdamer Platz existierte) mit einer Projektionsfläche von 1.000 Quadratmetern.

In einem separaten Meeting sagte Larry O’Reilly, IMAXs stellvertretender Generaldirektor von Theater-Entwicklung, dass Kunden digitaler Systeme wie die zwei größten Kinoketten der USA AMC Entertainment und Regal Entertainment Group anfänglich um ein separates digitales Label gebeten hatten, aber IMAX hat sie davon abgebracht.

Nach dem Treffen drückten Insider der Riesenleinwand-Branche ihre Unzufriedenheit mit diesen Nachrichten aus. Mark Bretherton, Geschäftsführer von Australiens LG IMAX-Theater in Sydney mit der größten IMAX-Leinwand auf der Welt, sagte zum LF Examiner, IMAX hätte das digitale System "als IMAX-Qualität in einer neuen Umgebung" charakterisieren können. "Wenn du dies den Konsumenten erzählst, wirst du ihren Erwartungen entsprechen, und sie werden zufrieden sein. Wenn du ihnen aber erzählst, es erwartet sie ein IMAX-Erlebnis, und du bietest ihnen daraufhin etwas unter ihren Erwartungen, werden sie sich betrogen fühlen."

Ein weiterer langjähriger Theatermanager, der nicht namentlich genannt werden möchte, stellt die Tatsache in Frage, dass man das IMAX-Erlebnis überhaupt von den Riesenleinwänden trennen kann. "Wenn die Größe der Leinwand und die Bildauflösung aus der Gleichung herausgenommen werden, bleiben Stadion-Bestuhlung, 6-Kanal-Surround-Sound, und hin und wieder mal 3D. Nach diesen Kriterien zu urteilen liefern momentan Real D und Dolby im normalen Kino ebenfalls schon das IMAX-Erlebnis."

Ed Lantz, ein Experte auf dem Gebiet digitaler Planetarien und ebenfalls ein Sprecher auf der Konferenz, meinte, "was IMAX’s Marketingstrategie betrifft, haben sie offensichtlich die Belange ihres existierenden Kundenstamms aus Theaterbesitzern und unabhängigen Produzenten ignoriert, indem sie nicht eine klare Unterscheidung zwischen den neuen digitalen Systemen und den echten Großformat filmformatbezogenen 15/70-Theatern machen, die eine um ein Vielfaches höhere Bildauflösung bieten als die neuen digitalen Systeme. Diese Missachtung existierender Geschäftskunden, die im Wesentlichen über die letzten Jahrzehnte die IMAX-Marke aufgebaut haben, ist meiner Meinung nach ein grober PR-Fehler, die beträchtliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit von IMAX Corp. als auch finazielle Auswirkungen haben wird."

aus: LFexaminer 09/08

2. August 2008
IMAX GOES DIGITAL......
Seit mehr als drei Jahrzehnten lieferte überwiegend IMAX CORP. die hochauflösende high-end Projektionstechnik für analoge Large Format Filmtheater der ganzen Welt.

Künftig setzt die Firma nun ganz auf die digitale Kinotechnik. Die ersten 6 digitalen IMAX Projektionsanlagen werden in den USA im Juli und August dieses Jahres in AMC Multiplex-Filmtheatersälen in New Jersey, Virginia, Maryland und Pennsylvania installiert. Weitere 20 digitale IMAX Leinwände sollen bis zum Jahresende in bestehenden AMC Multiplexen folgen.

Alle IMAX Digitalsysteme werden in bereits vorhandene Kinosäle mit maximal 21 Meter breiten Bildwänden (die meisten Leinwände werden jedoch schmaler sein) eingebaut. Das Bildformat (aspect ratio) bei diesen digitalen IMAX Projektionen entspricht mit einem Bildseitenverhältnis von 1 : 1,9 in etwa dem konventionellen 35 mm Kinoformat. Das Bildformat der bisherigen originalen Standard IMAX 15/70 - Filmprojektion ist 1 : 1,44.

Statt high-end Technik verwendet IMAX nun 2 Christie Kinobeamer mit 3 - Chip -DLP - Technik und einer Auflösung von 2k (2048 x 1080 Pixel). Das ist die gleiche Geräteklasse, die auch in den meisten konventionellen Digitalkino-Installationen zum Einsatz kommt. Fachleute wundern sich über diese Entscheidung des IMAX Managements: war doch bisher die hohe Auflösung (ca. 10k) das Alleinstellungsmerkmal der gigantischen Dokumentarfilm-Theater. Die Bildfläche des analogen 70 mm - IMAX - Filmformats (15 Perforationslöcher pro Bild, horizontaler Filmtransport) ist fast zehnmal größer als die eines konventionellen 35 mm Kinofilms (4 Perforationslöcher, vertikaler Filmtranport).

Außerdem unterschieden sich die meisten bisherigen IMAX Theater von normalen Kinosälen durch besonders steil aufsteigende Sitzreihen (mit unbehinderter Sicht auf die Bildwand auch für Kinder) und gigantische Leinwände, die z.B. im australischen IMAX Theater in Sidney bis zu 35 Meter breit sind. Einige IMAX Theater projizieren ihre schwindelerregenden Bilder in eine über den Zuschauern montierte Kuppel (wie sie hier im DISCOVERY IMAX THEATER am Potsdamer Platz existierte) mit einer Projektionsfläche von 1.000 Quadratmetern.

Wie der bei den IMAX Digital - Projektionsanlagen verwendete Servertyp, der ein eigenes Bildoptimierungsverfahren beinhaltet funktionieren soll, ist bisher noch unklar.

Die Digitalisierung von Large Format Theatern beinhaltet zumindest gegenüber dem bisherigen analogen 70 mm - Filmbetrieb ein immenses Einsparpotential. Eine 40minütige 15/70 - Filmkopie kostet rund USD 20.000 ( eine 3 D - Filmkopie ca. USD 33.000, da man für jedes Auge eine separate Filmkopie benötigt). Digitale IMAX Filme können nun auf einer handelsüblichen Festplatte (kostet unter USD 1.000 und ist wieder bespielbar) statt auf 90 kg schweren 3.000 Meter umfassenden Filmrollen bereitgestellt werden.

Auch bei den verwendeten Projektionslampen und beim Energieverbrauch kann im digitalen IMAX Betrieb zukünftig kräftig gespart werden. Während die analogen 15/70 IMAX Filmprojektoren wassergekühlte 15 KW - Xenonlampen benötigen, kommen in den digitalen Christie Beamern wesentlich kostengünstigere luftgekühlte 7 KW Xenonlampen zum Einsatz.

Per 1. Juni 2008 sind weltweit noch 425 analoge Large Format Theater (8/70, 10/70 und 15/70) in Betrieb.

aus: ct Magazin 16/2008 und LFexaminer 07/08

16. August 2008
Australian cinemas in Imax spat - Rival companies battle over small screen plans

By MICHAELA BOLAND

SYDNEY -- IMAX Sydney, one of the world's most successful sites of the giant-screen format, is fuming that IMAX Corp. will open four cinemas Down Under carrying that name -- even though all four will have normal-sized screens.
The four will be owned by the Canadian company in a joint venture with Hoyts.

"What annoys us is they're using the same name," says IMAX Sydney co-owner Peter Ivany.

"To suddenly have IMAX on a small screen really concerns me," adds Sydney CEO Mark Bretherton. "If that's their first IMAX experience, people will wonder what all the fuss is about. It's a brand we've worked hard to build up and we don't want to see it frittered away."

However, the corporation's co-chairman Richard Gelfond defends the move, saying, "The IMAX experience is not just about the size of the screen.

"There are a lot of elements that has to do with the image going to the peripheral vision, the angle you're sitting, the sound, theater configuration, how we process software technology," he says.

The joint venture with Hoyts will make use of new digital technology that enables cinemas to be refitted for A$500,000 ($500,000), digital film copies produced for less than $1,000 and circulated with much greater ease and cost efficiency than celluloid prints costing $20,000-$40,000.

IMAX Sydney charges $25 a ticket, and Hoyts will most likely charge about $5 less.

The cinemas at Hoyts Entertainment Quarter in Sydney, Highpoint in Melbourne and Carousel in Perth will open in time for the Dec. 11 release of "Harry Potter and the Half Blood Prince." A fourth auditorium will also be installed within a Hoyts cinema in Melbourne in 2009.

The deal with Hoyts marks IMAX Corp.'s first international joint venture. A second in Japan was announced last week, and it follows a pending 100-cinema rollout with AMC Entertainment Stateside.

"Sydney is now one of the top five IMAX cities in the world," says Bretherton. Box office for "U2 3D" movie was the highest of any single IMAX site worldwide and accounted for 25% of the total gross in Australia.

"The Dark Knight" has been a virtual sell-out at IMAX Sydney since it opened, and the pic is the fifth of a dozen blockbusters with IMAX elements in production or release this year.

Imax has had 3 of their new digital theatres open for a few weeks. These are the 3 in the D.C. area. This weekend they will be opening 3 more. These are the 3 in the New Jersey, Philly area. The problem is that they don't have a picture to put on the screen that people want to see. It has been well publicized that director Chris Nolan filmed 6 sequences of Batman the Dark Knight with Imax cameras and then said they could not be properly appreciated on the Imax digital screen because it is too small. And therefore he would not allow them to shown on the Imax digital screen.

aus: Variety Jul. 25, 2008